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All Over Me


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Manches in All Over Me geht in die Richtung von High Art, dem Drogen-Sinnlos-Film schlechthin, aber the good news is: die Geschichte von All Over Me ist besser. Es ist ein äußerst ernst zu nehmender Teenager Film, in dem für die ProtagonistInnen alles drunter und drüber geht. Sie begegnen ihrer ersten großen Liebe, müssen das erste Mal mit den einher gehenden Problemen zurecht kommen, als ob es in "Hell's Kitchen" wie New Yorks Manhattan durch ein Graffiti treffend bezeichnet wird, nicht schon genügend Probleme gäbe. Oder wie Darren in ihrem Lesbian Filmguide schreibt "If you didn't get enough teenage angst when you were there yourself, here is a chance to catch up and relieve the moments you've tried so hard to forget."

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Ellen und Claude sind beste Freundinnen, doch für Claude bedeutet diese Freundschaft noch mehr: sie hat sich in Ellen verliebt. Ellen jedoch nutzt deren Zuneigung gekonnt aus. Sie flieht vor ihren Eltern und wohnt wochenlang bei Claude, erzählt ihr von ihrem tollen Sex mit ihrem Drogen dealenden und Schwulen hassenden Freund Marc. Claude stellt zwar selbst fest, dass jeder merken müsste, dass sie Ellen wie ein Hund hinterher läuft, kommt aber nicht von ihr los und kümmert sich rührend um Ellen nach deren diversen Drogen und Alkohol Exzessen, in die sie durch Marc hineingezogen wird. Ganz in Schwarz und weiß darf man diese Freundschaft allerdings nicht malen. Ellen schätzt Claude sehr, ist aber ein typisches Großstadtkind, das auf Vergnügen und Jungs aus ist und aus Mangel an Beschäftigung bzw. Interesse sich den Kopf volldröhnt. Dem kann Claude nur ohnmächtig zusehen, ohne Ellen tatsächlich dort herauszubekommen. Als sie letzteres dann doch schafft, indem sie bei der Polizei eine Aussage macht, die Marc wegen Mordes an dem liebenswerten Luc, der von Anfang an viel mit Claude und aber auch mit Jazzy flirtet, schließlich ins Gefängnis bringt, ist es zu spät: Claude hat sich von Ellen losgelöst und eine Beziehung mit Lucy begonnen. Ellen läuft bezeichnenderweise ganz in schwarz am Rande des Geschehens vorbei sowohl über Marc als auch die verlorene Freundschaft mit Claude trauernd.

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Besonders hervorzuheben in diesem Film ist nicht nur die einfühlsame Zeichnung der Probleme von Großstadt Teenagern in einer für sie verwirrenden Welt, die regelrecht auf sie einstürzt, sondern auch die hervorragende schauspielerische Leistung von Tara Subkoff (Ellen) und Alison Folland (Claude), die schon in To Die For überzeugend eine Lesbe gespielt hat. Und am Rande kommen sogar die Schwulen ein wenig auf ihre Kosten, wenngleich diese schönen Momente durch den vermutlich von Schwulenhass getriebenen Mord an Luc wieder zerstört werden.

USA, 1996, 90 min.
Regie: Alex Sichel
Drehbuch: Sylvia Sichel
Produktion: Medusa Pictures
Verleih: Delphi / Alliance
Video, VHS-pal, ntsc
Mit Alison Folland (Claude), Tara Subkoff (Ellen)

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