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My Mother likes Women
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Jimena, Elvira und Sol kommen einem vor wie das Trio aus Die Teufelinnen. sie gehen zusammen in einen Lesbenclub, um eine Frau zu finden, die Eliska verführen soll. Die Mutter Sofia soll anschließend ihre Geliebte selbst rauswerfen - so der Plan. Die flippige Sol amüsiert sich prächtig in der Disko und trägt den anderen freudestrahlend vor, daß sie die Verführung übernehmen wird, da ja eh jede Frau auf sie fliegt und Elsika in ihrem Alter ist. In einem bizarren Schauspiel verschwindet Sol mit Eliska auf einer Insel bei einem Seeausflug zu fünft und fragt Eliska, ob sie ihr Tattoo sehen will. Die plumpen und von Elisake unbeachteten Annäherungsversuche enden in einem kläglichen Fiasko, als Elvira von Gewissensbissen geplagt über den See rudert und vor lauter Tatendrang wild gestikulierend aus dem Boot fällt und von Elisake gerettet wird.
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Doch Rückschläge machen stark. Das Trio gibt nicht auf. Da die neurotische Elvira sich so prächtig mit Eliska versteht, soll sie nun die Verführung übernehmen. Elvira stürzt in eine tiefe Krise. Ist Frauenliebe vererbbar? Hat sie deswegen solche Schwierigkeiten mit Männern? Entschlossen sucht sie die Bestätigung ihrer Heterosexualität in einer Nacht mit dem Schriftsteller Miguel, den sie mit abgedroschenen schmutzigen Phrasen wie "nenn mich Hure" zur übertriebenen Männlichkeit auffordert. Dieser läßt bald bestürzt von ihr. Hat sie es verdorben oder ist sie doch lebsich? Nach einem Diskoabend allein mit Elsika bei sich zu Hause küssen sich beide. Ein Kuß, der durchaus Potential in Elvira zeigt. Wer weiß was passiert wäre, wenn Eliska nicht nein gesagt hätte? Hier stellt sich einem mal wieder die Frage, wieviel bi in manchen Heteras steckt. Eliska verspricht, nichts zu verraten und kommt erst morgens zu Sofia zurück. "Wo warst du?" empfängt diese sie. Und da Eliska Wort hält und nichts verrät, geht schließlich der Plan der drei Töchter auf. Sofia ist tief gekränkt und Eliska kehrt nach Prag in ihre tschechische Heimat zurück. Die Freude der drei "Teufelinnen" währt jedoch nicht lange. Sofia bricht bei einem Klavierkonzert auf der Bühne zusammen. Die Gewissensbisse regen sich. Wie kann man Mamas Herz wieder heilen? Den drei Töchtern wird bewußt wie ernst es ihrer Mutter mit Eliska ist und fliegen nach Prag.
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Und natürlich gibt es ein Happy End. Nicht nur für Mutter und Geliebte. Elvira bekommt Miguel, der Eliska sogar heiratet, damit diese in Spanien bleiben darf, und Jimena hat nach ihrer Scheidung bereits einen Neuen. Sol räumt für Eliska ihr Mädchenzimmer und alle sind glücklich.
Eigentlich ist es ein kitschiges und unwirkliches Ende, doch es tut diesem durchweg lustigen und temperamentvollen Film keinen Abbruch. Im Gegenteil - man erwartet sogar ein solches Ende. Schade nur, daß Eliska und Sofia nie wirklich küssend oder liebkosend gezeigt werden. Und Eliska bleibt stets vornehm im Hintergrund. Aber My Mother likes Women ist schließlich einer der ersten spanischen Filme, der Lesben zum Mittelpunkt seiner Geschichte macht. Man darf nicht gleich alles erwarten. My Mother likes Women ist bereits ein sehr positiver und mitreisender Film. Solche frühen Lesbenfilme sollen andere Nationen erst einmal nachmachen (anstatt deprimierende die-Lesbe-ist-abartig Filme, die vor ein paar Jahrzenten noch produziert wurden). Die bereits positiven internationalen präsenten Lesbenfilme scheinen Nationen, die dieses Thema erst jetzt in ihre Filme integrieren, in ein fortgeschrittenes Stadium zu katapultieren. Entsprechend wurde beim Turiner Filmfestival My Mother likes Women mit Standing Ovations geehrt.
Spanien, 2002, 96 min.
Originaltitel: A mi madre le gustan las mujeres
Regie/Drehbuch: Daniela Fejerman, Inés París
Mit Leonor Watling, Rosa María Sardà, Silvia Abascal, María Pujalte, Eliska Sirová (Eliska), Alex Angulo, Chisco Amado.
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