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Weitere Filme von Interesse
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Antonias Welt
Eine Familiensaga, die bitter und heiter ironisch sarkastisch zugleich ist. Die Tochter von Antonia hatte schon immer ihren eigenen Willen, gestaltete ihr Leben immer anders als alle anderen und ist lesbisch. Letztere Tatsache wird nicht besonders hervorgehoben. Eines Tages bringt sie eben ihre Freundin mit, wir sehen durch einen Türspalt wie sich die beiden lieben. Ihre Beziehung ist so normal in den Film eingebunden, daß sie fast nicht weiter auffällt. Wie schön, daß es so etwas auch gibt und eine lesbische Beziehung nicht immer gleich zur Diskussion in die Mitte gestellt werden muß, sondern als die normalste Sache der Welt gehandhabt wird.
Originaltitel: Antonia's Line
NL/B/GB 1995
Produktion: Bergen Prime Time Bord Entertainment
Video, VHS-pla, ntsc
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Club der Teufelinnen
Ein Trio von Frauen, das sich schon im College kannte, wird quasi gleichzeitig von ihren Ehemännern verlassen. Zuerst reagieren sie frustriert, doch dann gehört die Rache ihnen. Sie gründen den Club der Teufelinnen, der dazu dient, so viel über ihre Männer herauszufinden, daß die Frauen sie zu Fall bringen können. Nachdem die drei an ihren Männern Rache genommen haben, lassen sie von denen den Club finanzieren, so daß er nun auch für andere Frauen da sein kann. In einer Nebenrolle taucht ab und zu Chris (Jennifer Dundas), die Tochter einer der drei Frauen auf, die so ganz nebenbei, als sie ihrer Mutter vorwirft, sich schon wieder mit dem Vater getroffen zu haben, meint "Und übrigens: ich bin lesbisch". Ihre Mutter sucht sie später mit den anderen Teufelinnen in einer Lesbendisco auf, um sie für den Plan des Frauentrios als Spionin zu gewinnen, während sich eine der Teufelinnen von den anderen Lesben anschmachten läßt. Auch die anderen beiden Teufelinnen genießen die weibliche (weil Mann-freie) Atmosphäre in der Lesbendisco und fetzen auf der Tanzfläche ab. Lesbischsein wird in diesen Film wie das Natürlichste der Welt integriert und das auch noch auf eine sehr lustige Art und Weise, ohne verletzend zu wirken.
Originaltitel: The First Wives Club
USA 1996
Produktion: Paramount Pictures
Video, VHS-pla, ntsc
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Die Farbe Lila
In dem Südstaatenepos Die Frabe Lila verfolgen wir die Unterdrückung der schwarzen Celie (Whoopi Goldberg) und ihren späten aber doch erfolgreichen Ausbruch. Celie wird in ihrer Ehe von ihrem Mann, den sie nur "Mister" nennen darf, wie eine Magd und Bettgefährtin gehalten, auf der er "sein Geschäft verrichtet". Er bestimmt ihr Leben und nimmt ihr jede Freude. Ausgerechnet seine Mätresse Shrug, eine charismatische Sängerin, verhilft Celie zu mehr Selbstliebe und -bewußtsein. Shrug ist Celie von Anfang an sehr sympathisch. Mit einem zärtlichen Kuß und verträumten Blicken wird jedoch ihre Beziehung im Film nur angedeutet. Im gleichnamigen Roman von Alice Walker wird die lesbische Beziehung wesentlich deutlicher heraus gearbeitet. Trotzdem ein wunderschöner Film mit einer Whoopi Goldberg in einer ernsten und meisterhaft gespielten Rolle.
Originaltitel: The Color Purple
USA 1986
Regie: Steven Spielberg
Produktion: Amblin Entertainment
Verleih: Warner/Columbia
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Dreizehn
Ein Film über das Erwachsenwerden, der einem in jeder Sekunde unter die Haut geht. Die 13-jährige Tracy verliebt sich in Evie, welche der Schwarm aller Jungs auf der Schule ist. Um Evie zu gefallen, verändert sich Tracy komplett und wird von Evie schließlich in einem Strudel der Gefühle von einem gefährlichen Rausch in den anderen gezogen. Sie hat es geschafft. Evie ist jederzeit um sie, genießt sogar einen Kuß sichtlich, doch so wie Tracy sich es vorstellt wird es nie ganz. Am Schluß siegt der richtige Weg als Evie Tracy in einer Racheaktion verrät unter dem Deckmantel der innigen Freundschaft. Tracy merkt endlich wo sie hinein geraten ist und beginnt wieder ein anderes Leben. Der Film ist in seiner Darstellung ebenso rasant wie die Abfolge der Ereignisse. Er trommelt auf unsere Gefühle ein und hinterläßt sichtbare Spuren. Er erlaubt uns das Durchatmen erst wenn der Abspann läuft. Ein Feuerwerk, auf das man gefaßt sein sollte.
Originaltitel: Thirteen
USA 2004
Regie: Catherine Hardwicke
Produktion: Holly Hunter, Evan Rachel Wood
Verleih: Twentieth Century Fox
Video, VHS-pal, DVD, ntsc
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Orlando
Auf den ersten Blick traditionelle Verfilmung des gleichnamigen Romans von Virginia Woolf, der Woolfs Geliebte Vita Sackville-West portraitiert und bereits kurz nach seiner Veröffentlichung in England sehr beliebt war. Der Film enthält viele schräge Elemente und nimmt die früheren Sitten der adeligen Engländer aufs Korn, enthält aber auch besonders am Anfang wunderschöne Bilder. Orlando, ein junger Adeliger begegnet uns das erste mal im Jahre 1600, in dem er noch männlich ist, allerdings von der Schauspielerin Tilda Swilton gespielt wird, die so gar keine männlichen Züge hat und auch von der Maske nicht als Mann verkleidet wurde. Daß Orlando männlich ist, erfahren wir nur über die Anreden anderer und seine Kleidung. Dadurch ergeben sich einige optisch schöne und prikelnde Szenen, in denen sich Orlando zum Beispiel in eine Kosakin verliebt und diese mit auf sein Schloß nimmt. Das Besondere an der Geschichte ist, daß Orlando immer wieder zunächst für ein paar Tage, dann ganze Jahrzehnte lang in einen Schlaf verfällt, aus dem er im gleichen Alter wieder erwacht und so durch die Zeit reist und mittendrin sogar das Geschlecht wechselt. Der Film geht hier noch einen Schritt weiter als das Buch. Hört dieses im Jahre 1928 auf, dem Jahr, in dem Virginia Woolf das Buch vollendete, so reist Orlando im Film bis in die heutige Zeit.
GB/UDSSER/F/NL/I 1992
Produktion: Adventure/Lenfilm/Mikado/Rio/British Screen/Sigma/The European Co.
Verleih: Pandora
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Tee mit Mussolini
Lily Tomlin, im wirklichen Leben selbst lesbisch, spielt hier eine lesbische Nebenrolle, die vollkommen in das Geschehen integriert ist. Als die Amerikanerin Georgie fällt ihr die Rolle einer selbstbewußten Lesbe im Zirkel der britischen Skorpioni zu, ein Kreis schrulliger und eigenwilliger alter Damen, die während des zweiten Weltkriegs in Florenz leben. Besonder Lady Hester Random sticht hier mit ihrer britischen Hochnäsigkeit hervor, die sie am Schluß des Film dennoch nicht daran hindert, sich für die anderen einzusetzen. Weiter mit von der Partie sind die verrückte Künstlerin Arabella und ihr heißgeliebter Hund, und die gutmütige Mary, die sich um den Halbwaisen Luca kümmert, der den Skorpini mit Hilfe der reichen Amerikanerin Elsa (Cher) in schwierigen Zeiten hilft. Elsa wird von Lady Hester abgrundtief gehasst wegen ihrer monströsen amerikanischen Art, die so gar nicht in die feine britische Gesellschaft paßt. Tee mit Mussolini, die "Geschichte charmanten Ungehorsams" erzählt wie diese Frauen das Leben im zunächst schönen Florenz genießen, als Mussolini noch nicht Großbritannien und Frankreich den Krieg erklärt hatte, dann in Gewahrsam genommen werden und wie sie die folgenden schwierigen Zeiten mit Mut und uneingeschüchtert erleben bis die Stadt von den Schotten befreit wird.
"Dieser Film hat alles: erstklassige Schauspieler, tolle Aufnahmen und eine Story mit Anspruch, Witz und Schönheit." (Kino News)
Italien/GB 1999
Originaltitel: Tea with Mussolini
Produktion: Universal Pictures, Medusa Film
Verleih: BMG
Video, VHS-pal, ntsc
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