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Marlene
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Der Film beginnt mit Marlenes Arbeit bei der UFA in Berlin und ihrer Begegnung mit dem Regiesseur von Steinberg, der ihrer Karriere mit dem Film Der blaue Engel eine entscheidende Wende gibt. Sie geht mit ihm nach Amerika, um dort weitere Filme zu drehen, mit denen sie Weltruhm erreicht. Von Anfang an wird auch viel von ihrem Privatleben gezeigt, ihrer Ehe und ihrer Tochter. Was sie noch nicht weiß, als sie für den ersten Film nach Amerika geht ist, daß die USA ihre zukünftige Heimat sein und sogar ihr Mann und ihre Tochter nachkommen werden. Als die Nazis sie nach Deutschland zurück holen wollen, lehnt sie energisch ab. Während dem Krieg besucht sie sogar amerikanische Soldaten. Dabei kommt aber ganz deutlich zum tragen, was oft falsch interpretiert wurde: sie haßte nicht Deutschland und unterstützte deshalb die USA im Krieg so offen, sondern Hitler. Sie war Deutschland und besonders Berlin immer verbunden und verließ es nur ungern.
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Ebenso gut sind die Szenen, in denen das harte Filmgeschäft hervorgehoben wird. Allerdings wird die Verbindung zu Marlenes Melancholie und ihrem permanenten Tabletten- und Alkoholkonsum nicht vollzogen, so daß diese zwar stets präsent, aber nie begründet erscheinen. In diesem Zusammenhang fehlt eine Szene, in der sie etwa ein Glas an die Wand knallt und in einem Monolog die Last auf ihren Schultern beklagt. So wirkt auch ihre Bemerkung "Ich hab alles falsch gemacht" nach dem Krieg wie bloß dahin gesagt, ohne daß eine passende Atmosphäre diesen eher tragischen Satz in seiner vollen Tragweite hervorheben würde.
Zu loben sind in diesem insgesamt trotzdem interessanten Film die schauspielerische Leistung von Katja Flint in der Hauptrolle und ihre Stimme in Marlenes Liedern, sowie die angemessen schöne Ausstattung. Und auch wenn so manches nicht gelungen ist, so merkt man doch deutlich, daß Vilsmaier ein guter Regiesseur ist. Marlene ist also ein nicht ganz unumstrittener Film, über den man sich unbedingt selbst ein Bild machen sollte.
Deutschland, 2000, Senatorfilm
Regie: Joseph Vilsmaier
Mit Katja Flint (Marlene Dietrich), Herbert Knaup, Heino Ferch, Hans-Werner Meyer
Außerdem erhältlich: Soundtrack im Vertrieb der EMI und das Buch
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