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Julie Johnson
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Die Geschichte beginnt in einer heterosexuellen Gesellschaft, in der die Frauen Objekte der Begierde sind, Hausfrauen, die ihren Männern hinterher wischen und selbst keine eigene Meinung haben dürfen. Was Julies Mann jedoch nicht weiß ist, daß seine - so scheint es zumindest bisher - nicht sehr intelligente Frau schon seit vielen Monaten wissenschaftliche Zeitschriften liest und entsprechende Sendungen im Fernsehen ansieht, die ihr Mann in einer frustrierenden Szene mit einem Klick der Fernbedienung in ein Baseball Spiel wandelt. Als ein Flyer des örtlichen College Kurse für Erwachsene anbietet, erhält Julies Leben jedoch eine entscheidende Wendung. Sie schreibt sich für die Kurse ein, obwohl es ihr Mann explizit verboten hat. Kurze Zeit später wirft sie ihn aus dem Haus. Julie lernt viel, fährt viele Erfolge am College ein und muß wohl wirklich ein begnadigtes Genie sein, glaubt man den optischen Unterstützern des Films. In einer Szene malt sie doch glatt einen der zentralen Sätze über Lp und seinen Dualraum an die Tafel. Und das nach wenigen Wochen Unterricht und vielen Scientific American Zeitschriften, die sie nach eigener Aussage nur halb verstanden hat. Die mathematischen L
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Die zweite Hauptfigur, Claire, beginnt ähnlich wie Julie. Sie verläßt, animiert durch Julies Vorbild, ihren Mann und zieht bei Julie ein. Und was das lesbische Publikum schon ahnt wird auch bald Wirklichkeit: Julie und Claire verlieben sich. Allerdings geschieht dies ziemlich unvorbereitet für die Zuschauerin. Hätte ich nicht gewußt, daß ich auf einem Queerfilm Festival bin, hätte ich nicht bemerkt, daß sich zwischen den beiden etwas anbahnt. Und dann sagt Julie plötzlich wie vom Himmel gefallen: "Ich habe mich in Claire verliebt". Es folgen jedoch zur Entschädigung ein paar schöne verträumte Szenen.
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Doch Claire geht entgegen der Hoffnungen von Julie nicht in die gleiche Richtung wie sie. Julie bricht aus ihrem bisherigen Leben aus. Ihr Drang dafür ist groß genug. Sie will weiterhin mit Claire leben, hat aber bis dato noch nie über die Möglichkeit nachgedacht, mit einer Frau zu sein. Claire dagegen hat sich schon sehr früh darüber Gedanken gemacht. Sie gerät allerdings unter starken gesellschaftlichen Druck, der sie am Ende dazu bringt, wieder zu ihrem Mann zurück zu kehren. Das erste Mal rastet sie aus, als sie jemand Dyke nennt, dann als klar wird, daß die ganze Gegend sie und Julie für ein Paar hätl, obwohl die beiden dies nicht nach außen zeigen. Ich denke, sie ist wirklich lesbisch, wagt jedoch nicht diesem gesellschaftlichen Druck und den Deffamierungen contra zu geben. So fügt sie sich am Ende wieder in das normale Gesellschaftbild ein. Insgesamt ein sehr trauriger Vorgang. Dazu kommt aber noch, daß sie das einfache spaßige Leben vermißt und mit den wissenschaftlichen und intelektuellen neuen Freunden von Julie nichts anfangen kann. Das macht es ihr in gewisser Weise leichter, zurück zu gehen. Doch die Traurigkeit ist ihr ins Gesicht geschrieben als sie Julie verläßt.
USA, 2000, 99 min.
Regie: Bob Gosse
Drehbuch: Wendy Hammond / Bob Gosse
Mit Lili Taylor (Julie), Courtney Love (Claire), Noah Emmerich, Mischa Barton, Gideon Jacobs.
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