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The Girl


DVD Cover 

"Man kann es leider drehen und wenden wie man will, The Girl ist schlichtweg langweilig." [1] las ich in einer Kritik. Andere Kritiken sind ähnlich und auch ich muß bei diesem Gesang leider einstimmen. The Girl ist nicht nur langweilig, sondern auch ohne Tiefgang (wie ein verfilmter elles Roman), seicht, ohne Gefühl gespielt (wie wenn es selbst den Schauspielerinnen langweilig wäe) und die Geschichte berührt nicht wirklich. Und so muß das schöne Cover der DVD, das auch mich verführt hat, all das ausgleichen, um potentielle Zuschauerinnen anzulocken. Immerhin hält dieses Bild was es verspricht: in The Girl geht es hauptsächlich um Sex, der in vielen Bettszenen anzahlmäßig dem Großteil aller lesbischen Filme toppt. Wohlgemerkt anzahlmäßig, denn wirklich gut gespielt sind diese genausowenig wie der Rest des Films.

The Girl und die Malerin

Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine Malerin trifft in Paris eine Sängerin in einem Nachtclub und beginnt mit ihr eine erotische Beziehung, die außer Sex nichts beinhaltet. Die Frauen kennen nicht einmal ihre Namen. Beide behalten weiterhin ihre Partner und erzählen nicht viel von sich. The Girl ist mehr ein Stummfilm, in dem das voice over der Malerin bedeutungsvoll wirken soll, es jedoch nicht tut. The Girl versucht ein Kunstfilm zu sein, langweilt jedoch. Die Geschichte will ein Problem behandeln, versandet jedoch in Seichtheit und kann nicht überzeugen. Wenn die Sängerin ("the girl") sagt "you don't know what I've been through" nimmt man ihr das nicht wirklich ab. Sie gibt sich geheimnisvoll und gefährlich wie sich das für eine femme fatale gehört, kann den Zauber aber leider nicht aufrecht erhalten. Der Film bleibt belanglos und schafft es nicht, die Bedrohung, die der eifersüchtige und gewalttätige Freund der Sängerin gegenüber den beiden Frauen darstellt, adäquat rüber zu bringen.

Die Malerin und the girl

The Girl bleibt so in jeder Hinsicht an der Oberfläche, verliert sich in Andeutungen, die man vergißt sobald sie in den Raum gestellt wurden, und schafft höchstens eine ist-doch-alles-egal Stimmung in der Zuschauerin hervorzurufen.

[1] http://www.cootv.vu


USA, 2002, 90 min.
Regie: Sande Zweig
Drehbuch: Sande Zweig, Monique Wittig
Produktion: Dolly Hall
Video, VHS-pal, ntsc, DVD, Edition Salzgeber
Mit Claire Keim (The Girl), Agathe de la Boulaye (Malerin), Cyril Lecomte (der Mann), Sandra N'Kake (Bu Savé.

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