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Ellen DeGeneres Live


Ellen DeGeneres 

Drei Jahre nach ihrem Coming Out und kaum Angeboten für Rollen im Fernsehen, tritt Ellen DeGeneres im Beacon Theatre in New York auf - die Show ist ausverkauft. Ein Schwenk über das Publikum läßt erahnen, daß viele Lesben anwesend sind. Als DeGeneres die Bühne betritt, wird sie von einem tosenden Applaus begrüßt, der nicht so leicht zu beruhigen ist. Sie erwähnt ihr Coming Out, doch sie will nicht darüber reden, sondern stellt das, was danach passiert ist in einem "interpretetive dance" dar. Und dieser ist wirklich klasse. Anfängliche Angst, dann Stolz, es getan zu haben, sich feiern lassen, die aufkommenden Disharmonien, Kritik, sich zurück ziehen, in der Hocke kauern, den Kopf einziehen, um ihn nach einer Weile aus dem Straußenversteck zu heben und sich schließlich wieder stolz zu erheben - all das ist wirklich super umgesetzt. Man kann sich gut vorstellen, was Ellen DeGeneres durchgemacht hat.

Im Rest der Show wird dieses Thema jedoch nicht mehr angesprochen. Es folgen Gedanken über die Unsinnigkeit von Anleitungen auf Shampooflaschen, eine Episode in einem Gesundheitsladen, wie Ellen Gott - eine schwarze Frau trifft, u.v.m. Leider sind viele der Gags bereits von anderen Komödianten ausgelatsch worden und sind daher nur noch bedingt lustig. Etwas wirklich neues bringt Ellen DeGeneres zwar auch, aber es ist nicht revolutionär. Seit ihrer Sitcom Ellen scheint sie leider an Energie und Einfallsreichtum eingebüßt zu haben. An einigen Stellen kommt die alte Stärke zum Vorschein. Ich hoffe, sie knüpft daran wieder an.
Ellens Englisch ist im Übrigen gut zu verstehen und daher auch was für ungeübtes Publikum.

USA, 2000, 66 min.
Beacon Theatre New York
Verleih: HBO (Home Box Office)
Video VHS pal.

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