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Better Than Chocolate
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Maggie arbeitet in einem lesbischen Buchladen "Ten Percent" - kein Discount Buchladen, wie ihre Mutter zunächst vermutet. Sie hat gerade erst ihr Jurastudium abgebrochen und will das Leben kennen lernen. Und nach wenigen Filmminuten lernt sie auch schon Kim kennen, mit der sie das Leben in vollen Zügen genießt. In einer der schönsten erotischen Szenen, die die Geschichte des Lesbenfilms je gesehen hat, bemalen die beiden ihre bloßen Körper und machen davon Abdrücke auf riesigen Leinwänden - eine ungeheuer sinnliche Szene, die ihresgleichen sucht. Wenig später klopfen auch schon Maggies Mutter und Bruder an die Fensterscheibe, um bei ihr einzuziehen. Für Maggie beginnt ein Versteckspiel ihrer Veranlagung. Ihrer Mutter bleibt die Zuneigung zwischen Maggie und Kim jedoch nicht verborgen und sie fragt, ob die beiden sich lieben. Maggie verliert durch ihr Aufbrausen, ihre Mutter solle sich nicht in ihr Leben einmischen, Kim, um sie am Ende doch wieder zu gewinnen. Die Liebe ist eben doch stärker als das einsame Fernweh Kims. Doch im Laufe des Films ereignen sich noch mehr Happy Ends, die allerdings anfangs nicht ganz danach aussehen. Die transsexuelle Judy (meine persönliche Lieblingsfigur) ist in die spröde und verklemmte Buchhändlerin Francis verliebt. Doch bis sich die beiden finden, liegt noch ein langer Weg vor ihnen, auf dem sich Judy ganz fabelhaft mit Maggies Mutter versteht - so von Frau zu Frau, die beide Wein lieben im Gegensatz zu den Bier trinkenden Lesben. Judy ist eine der schillerndsten Figuren in Better Than Chocolate, die nicht nur bei ihren Auftritten im Club Cat's Ass mit dem Song "I'm not a fucking drag queen" brilliert, sondern auch schauspielerisch die aufkommende männliche Seite phantastisch umsetzt, als Judy (Peter Outbridge) realisiert, daß ihr ihre Eltern die neue Wohnung nur gekauft haben, um sie endgültig loszuwerden und die aufkommende Wut in Form von Farbeimern an die Wand klatscht. Als Trost dafür, daß sie ihre Eltern sie nicht mehr sehen wollen, verliebt sich Frances am Schluß doch noch in Judy. Und auch Paul, Maggies Bruder, hat nun eine Freundin.
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Alles in allem ein Gutelaune- und Wohlfülfilm, auf den wir schon lange gewartet haben. Lustig von Anfang bis Ende, ohne die Probleme zu vergessen und schillernd und farbenfroh, wie zum Beispiel in den Auftritten im Club Cat's Ass zauberhaft umgesetzt. Ach, wenn's so was doch auch im Club hier um die Ecke öfter geben würde! Ja, von dieser Sorte darf es gerne noch mehr Filme geben.
Kanada, 1999, Pro-Fun
Regie: Anne Wheeler
Drehbuch: Peggy Thompson
Produktion: Dexter Entertainment Group
Verleih: TiMe
Mit Karen Dwyer (Maggie), Christina
Cox (Kim), Peter Outbridge (Judy).
Außerdem erhältlich: Soundtrack
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