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Lesben ins Netz!

- reloaded! -

Meine Lieben: In Internetjahren gerechnet bin ich eine Großmutter. Zur Zeit meines Coming Out, also im Frühling meines Lebens, da gab es noch kein Internet. Kein Lesarion! Kein Google, keine Lesbenseiten, ja selbst S-hip kreiste noch in der Erdumlaufbahn. Unvorstellbar! Damals reiste man mit der Droschke in die nächste Großstadt und hat dort den Frauenbuchladen aufgesucht, um ein Buch über Lesben zu kaufen. Und einen Lesbentaschenkalender mit Adressen von Frauencafés.

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Silber wird Gold

Meine verehrten und lieben Leserinnen: Irgendwann reicht das Alphabet alleine nicht mehr aus. Da müsste man nach den Umlauten auch die Sonderzeichen abzählen. Und dann die Finger und dann die Zehen. - Na gut, ganz so alt bin ich – natürlich! --  noch nicht! Aber ihr kennt das: Ab einem gewissen Wohlfühlalter zählt man seine Lebensjahre nicht mehr in hässlichen Zehnerschritten, sondern hängt einen kleinen niedlichen Buchstaben an die Achtundzwanzig.

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Dieselstrasse: Frischzellenkur oder Botoxspritze?

Liebe, geneigte Leserinnen, mancherorts wird derzeit gestritten, ob der Postfeminismus dem Feminismus szenemäßig den Garraus macht oder umgekehrt. Hie geraten etablierte Institutionen ins Wanken, dort entstehen und verglühen die Szenebars und -discos wie Sternschnuppen am Nachthimmel. In den letzten Tagen habe ich die unten stehende Diskussion  über das neue Konzept der Dieselstraße interessiert mitverfolgt. Aber, des Teufels Großmutter soll mich holen, ich finde es schwer, mich auf die eine oder andere Seite zu schlagen.

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Kitty stellt die K-Frage zum CSD

Liebe, sehr verehrte Leserinnen, der CSD steht vor der Türe, und wir freuen uns darauf wie die Christen auf das Christkind, Coca Cola auf den Truck oder der Herr Schuster auf seinen Bahnhof, kurzum, wir freuen uns schon wie verrückt. Leider geht mit der Vorfreude auch ein Problem einher, genauer gesagt tritt dieses Problemchen jedes Jahr um diese Zeit in mein Leben, nämlich dann, wenn es um die K-Frage geht.

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Ja ist sie noch zu retten?



Eine liebliche Lesbe aus Stuttgart,
die trieb lieber lustige Unart
auf der bunten Parade.
Das fanden die schade,
die christlichen Männer mit Bart.


Kittys Kulturtipp: AnnA, pupkulies & rebecca, Polywaggons

Liebe Leserinnen, liebe Damen- und Kulturliebhaberinnen, Ihr würdet mich hier kopfschüttelnd sitzen sehen, gäbe es den S-hip live-stream, so aber müsst Ihr meinen Worten Glauben schenken. Ich bin verwirrt, weil die Chefin mich glatt rechts überholt hat. Eigentlich wähnte ich mich als die freigeistige Offroad-Kulturschnecke, die all die Termine an Land zieht, die nicht amtlich an den S-hip Kalender gebeamt werden, bzw. von der Chefin für Wert befunden werden, auf ihren hehren Seiten veröffentlich zu werden. Alternativkultur, Schmuddelkinder und Nebenschauplätze werden von mir bedient. Naja, nicht offiziell, aber in meiner Einbildung (und seit neustem in meinem Twitter-Dings, check it out!). Jedenfalls: der heutige Kittys Kulturtipp ist also/und/auch ein "Die Chefin empfiehlt":

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Kitty zwitschert Euch eins


Für alle, die Ihr die langen Zeiten überbrücken wollt, bis Kitty Euch auf S-hip.de wieder die Welt erklärt: Abhilfe ist gekommen! Unter stuttgart_grrl twittert Kitty jetzt ihre philosophischen Blitzeinsichten, warmen Gedanken, Klatsch-Perlen und Intelligenzreste zu ihrem fabelhaften Alltag in der Stuttgarter Lesbenszene. Muss das wirklich sein? Nein, meine Lieben, natürlich nicht. Aber: alles kann, nichts muss...

Eine, die es gut mit Euch meint.

Übernahme-Gespräche


Liebe Leserinnen, Lesben sind kaum zu schocken, und deshalb mischt sich eine Horde Weiber am Take-over-Friday wagemutig unter die Heten und ruft obendrein die Community auf, es ihnen gleich zu tun. Das ist dreist, dachte ich mir, wer oder was steckt wohl hinter dieser Guerilla-Aktion und beweist Mut, Präsenz und Trinkfestigkeit Aug in Aug mit dem Klassenfeind? Wer wagt es, das Getto zu verlassen und sich unbekümmert, ja leichtsinnig! der bösen und weiten Welt auszusetzen?

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Über das Lächeln

Liebe Leserinnen, liebe Damen, bei der Stuttgarter Zeitung online gibt es derzeit eine Umfrage ("Reden Sie mit!"), da darf man äußern, was einem an Stuttgart gut gefällt. Natürlich wird das auch als Plattform zur Kritik genutzt. Ein zugezogener Herr etwa, findet es schade, dass man sich in der Schwabenstadt nicht grüßt. Keiner erwidert seine Höflichkeit, im Gegenteil, Leute starren zurück als sei er eine Art irres Insekt.

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Bar-Geschichte

Liebe Leserinnen, dieser Tage bin ich ein wenig sentimental. Auch wegen des herbstlichen Wetters, ja, aber viel mehr noch wegen der Vergänglichkeit. Jetzt wird die Alte wieder gefühlsduselig, werden sich manche gerade sagen, aber der Grund für meinen philosophischen Schnupfen liegt im Besuch einer Bar: Die letzten Tage des Bravo Charlys in der Lautenschlagerstraße sind angezählt und ich verlebte dort einen letzten, netten Cocktailabend. Bye bye, schicke Cocktail-Lounge, dich haben zwar nur wenige Meter von der verpönten Theo-Heuss-Meile getrennt und eigentlich war ich zu selten dort, aber an jenem letzten Abend, in der Hand einen Cosmopolitan, fühlte ich etwas Großes zu Ende gehen, und die Legenden-Bildung kommen...

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