Oh Baby, du bist so gut!
Sehr geehrtes Publikum. Ich bekenne rundheraus und frei von der Leber weg, mögen Sie von mir denken, was Sie wollen: Ich praktiziere einen Fetisch.Und zwar gilt meine ganz besondere Vorliebe Frauen, die arbeiten. - Oh Göttin, die Hunter speist uns hier mit Allgemeinplätzen ab: welche Frau arbeitet schließlich nicht? Aber, meine Lieben, ich meine hier diese besondere Situation, einer Frau bei einer Tätigkeit beiwohnen zu dürfen, die sie besonders gut kann – und auf deren Gebiet sie ein außergewöhnliches Know-how besitzt.
Meine Neigung findet ihren Ursprung, wie ich stark vermute, in meiner Jugend. Damals gab es nichts erotischeres für mich, als meiner 18-jährigen Flamme beim Autofahren zuzusehen. Wie lässig sie hinterm Steuer saß! Wie überaus geschmeidig sie bei voller Fahrt die Gänge hoch schaltete! Wie fachkundig sie Benzin nachfüllte an der Tankstelle! Ich schmolz dahin, und das tue ich heute noch bei jeder schönen Frau, die mich auf ihren Beifahrersitz lässt. Frau Doktor, der Grund, weshalb ich bis heute nicht selbst Auto fahre, muss darin liegen, dass ich mich dieses einmaligen Genusses berauben würde. Ich bin Beifahrerin aus Leidenschaft!
Später kamen die Hobbys dran: Diese Frau, die mit solcher Eleganz Schlagzeug spielte – ich fiel für sie. Das Mädchen mit der E-Gitarre: wurde mein. Selbst das Drehen einer Zigarette verwandelte sich für mich, der Nichtraucherin, in einen Akt anbetungswürdiger Kunstfertigkeit.
Eine meiner früheren Freundinnen war Fotografin. Sonst ein eher stiller Mensch, aber der Frau bei der Arbeit zuzusehen: meine Leidenschaft loderte! Ich besitze heute noch ein Making-off Video einer ihrer Foto-Sessions – dieses Videoband sollte dorthin gesperrt werden, wo ansonsten meine Latex- und Vollgummispielzeuge wohnen...
Und dann gibt es da natürlich dear Mrs Lesbian, meine Lebensabschnittsromanze. Sie ist als Inschenjörin in der IT-Branche tätig und auch sonst ein Mensch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Hin und wieder lässt das Herzblatt mich Teil haben an den aufregenden technischen Details ihrer „Work order“. Sie raunt mir dann mit erotischer Stimme dieses Gemisch aus Englisch und IT-Jargon in mein Ohr, und meine Passion kocht bis zum Siedepunkt!
Ich frage mich natürlich, bin ich die einzige, die sich extrem hingezogen fühlt zu diesen heißen Girls mit Kernkompetenzen? Natürlich nicht. Und einen der Beweise für breites Interesse auf diesem Gebiet findet man, da bin ich mir sehr sicher, in der Existenz der „Wirtschaftsweiber“. Sie haben Stuttgart den Take-over-Friday geschenkt. Aber was treiben die Damen eigentlich, wenn sie unter sich sind? Ich stelle mir diese Gruppentreffen so vor, dass all diese wahnsinnig professionellen und erfolgreichen Frauen sich vor lauter Erotik und Spannung in der Luft kaum beherrschen können, um nicht übereinander herzufallen. - Meine Güte, ich brauche dringend eine Mitgliedskarte!
Übrigens hat die Wissenschaft festgestellt, dass in jeder von uns eine kleine Fetischistin steckt. Und Euch, mes amies, habe ich schon lange durchschaut: Mir bei der Arbeit zuzusehen ist Euer geheimster Wunsch... In Eurer Phantasie liege ich, nur mit einem Negligé bekleidet, auf meinem großen Bett und tippe zärtlich meine Worte in die elektronische Schreibmaschine.
So viel, meine Lieben, kann ich Euch verraten: das ist nicht nur Phantasie...
Wie, Ihr wünscht eine Liveübertragung per Webcam?! Ihr seid Ferkel! Also pfui...